Neues Jahr, neue Playlist. Wir machen da weiter wo wir im Dezember aufgehört haben. 10 neue Musikempfehlungen:
1) YOB – Adrift in the Ocean
Ich habe mich jetzt endlich mal mit YOB beschäftigt. Der Name geisterte in den letzten Jahren immer mal wieder rum, lag aber noch auf meinem sehr (zu) großen „To-Listen“ Haufen. Zugegeben, YOB ist sperrig. In der Sperrigkeit stach Adrift in the Ocean aber raus, weil es fast „leicht“ (im Sinne von doomiger Musik) wirkte. Auf jeden Fall ein großartiger Song.
2) Kæry Ann – Blue Eyes
Als ich vor kurzem über Kæry Ann gestolpert bin, wurde der Stil als „Dream Pop“ beschrieben. Hab dann trotzdem in Songs of Grace And Ruin reingehört und finde das Label echt nicht passend. Mit „Dream“ kann ich mich noch anfreunden, würde die Musik aber selber eher im weiten Feld „Rock“ verorten. Unabhängig von der Schublade ist das, was aus den Boxen kommt, sehr stimmungsvolle und mal ruhige, mal rockige Mucke und im Falle von „Blue Eyes“ noch mit einem kleinen aber prägnanten Melodielauf versehen, der immer mal wieder auftaucht. Tolles Ding!
3) Wishbone Ash – The King Will Come
Vor einiger Zeit bin ich über diverse alte Alben gestolpert. Eins davon war Argus von Wishbone Ash. Kurz gesagt, ist das Ding einfach ein unglaublich abwechslungsreiches Album, das von vorn bis hinten einfach nur großartig ist. Kein Wunder, dass die Band wegweisend für die Entwicklung der Stromgitarrenmusik wurde. Beim Hören blieb mir dann am meisten „The King Will Come“ hängen, weil er irgendwie eine Atmosphäre hatte, die mich von allen Songs am meisten eingefangen hat.
4) Saga – What’s It Gonna Be?
Der Song ist einfach wild. Einerseits ganz klar 70er Prog (kein Wunder, das Album Silent Knight kam 1980 raus), aber auch schon ein guter Schwung 80er ist mit drin. Gleichzeitig passiert auch echt viel (Ohrwurmrefrain!), ohne das der Song nur ansatzweise sperrig ist.
5) Eloy – Pilot to Paradise
Das 1979er Silent Cries And Mighty Echoes ist zweifelsohne seit 20 Jahren eines meiner absoluten Lieblingsalben. Ich habe wirklich nicht den geringsten Schimmer wie oft das Ding schon lief, aber ich find’s immer wieder nur genial. Bei dem Song hier mag ich einfach die relativ simple, aber äußerst coole, Bassline, die sich wie ein roter Faden durch das Lied zieht. Gleichzeitig ist auch wieder die Atmosphäre und dieser psychedelische Einschlag da, den ich an Eloy so mag.
/Barry
1) Baxaxaxa – Curch of the Antichrist
Und so beginnt es erneut. Das Jahr. Derzeit genieße ich noch meinen Urlaub und die Ruhe und arbeite mal meinen Plattenstapel ab an noch ungehörten neuen Platten. Am längsten liegt da wohl mittlerweile die Baxaxaxa Demo/EP Compilation. Lag aber auch daran, dass bis auf die Hellfire Demo bereits alle Tracks in anderer Form physisch vorliegen. Aber die Hellfire Demo wars halt auch wert. Nachdem ich es nun nochmal gehört hab muss ich sagen, für mich immer noch der beste Release von Baxaxaxa. Ich glaub es sind einfach die Keyboards, die es im Vergleich zu den neuen Sachen nochmal entrückter machen.
2) Nightbringer – Old Night
Was haben wir denn noch alles so im Stapel? Das Hierophany of the Open Grave Album von Nightbringer steht da etwa. Direkt neben der Henbane von Cultes des Ghoules. Zwei, wie ich finde, der besten Black Metal Alben aus diesem Jahrtausend. Und für mich auch ganz allgemein. Nightbringer fand ich weder davor, noch danach, noch in Form von Akhyls jemals so gut wie hier. Hier sind einfach eine Reihe von Gänsehaut-Hooks dabei, die mir sonst oftmals gefehlt haben und den Songs ihre verdienten Höhepunkte geben. Guter Kauf! Props an das Vergangenheits-Ich!
3) Death – Zombie Ritual
Seit Weihnachten steht hier auch die Scream Bloody Gore von Death. Gutes Album, schönes Album. Absolut herausragend phänomenal ist und bleibt aber einfach Zombie Ritual. Was ein geiles Songwriting! Ein Song an dem ich mich nicht satthören kann.
4) Goodbye, Kings – Transatlantic
Ich meine das Goodbye, Kings Debüt hatte ich schon ein oder zweimal gehört, ist dann aber doch immer wieder im noch nicht gehört Stapel gelandet. Weil nicht komplett gehört oder weil noch nicht genug bewundert. Vermutlich beides. Toller, cineastischer Post-Rock, der einen gleich auf zwei Reisen nimmt. Mal mit dem Schiff, mal mit der Bahn. Der Hauptsongwriter möchte an dieser Stelle die Reise seiner Großeltern vertonen. Ich hatte mehr Infos, aber alkoholbedingt sind die etwas lückenhaft. Goodbye, Kings liefern den prototypischen Dunk!-Sound und waren einfach gut. Gönnt euch diese 23 Minuten.
5) Ton Steine Scherben – Halt Dich an der Liebe fest
Zum Ende wird’s dann doch nochmal poppig? Zumindest für mein Dafürhalten ist „Halt dich an deiner Liebe fest“ ein Stück deutscher Popgeschichte. Das dazugehörige Album hat nun auch endlich seinen Platz im Regal zwischen Tomb Mold und Tool gefunden. Guter Song, vor allem, weil er als Vehikel für diese unglaublich wichtige Botschaft dient: Halt dich an deiner Liebe fest! Wenn die Welt oder das Leben grad nicht scheiße ist, kommt der Moment, an dem es das wieder wird. Und dann ist es immer gut einen passenden Song parat zu haben.
/Kepheus