Transcendental Noise – März 2026

Der Winter neigt sich nun wirklich dem Ende zu und es wird Zeit für frühlingshafte neue Musiktipps!

1) Primal Code – Conjuration

            Ich war vor kurzen im Plattenladen vor Ort und hab mal wieder ein wenig durch die Kisten gestöbert. Da bin ich dann irgendwie bei Primal Code hängen geblieben. Reingehört und was mir da entgegen kam ist super spannende elektronische Musik, was generell für die gesamte EP Caimano Tribe gilt. Die Hörempfehlung ist dann aber trotzdem der finale Song Conjuration, der, wie auch die ganze Scheibe, recht zurück genommen und minimal ist, ohne jetzt Minimal zu sein. Hier hat man eine Kombination aus verschiedenen Flächensounds, die rein- und rausfaden, zusammen mit einem Beat der nicht der 08/15-Standardelektrobeat sondern rhythmisch interessant ist (DnB-Fans werden trotzdem nur müde lächeln). Daneben blitzen immer wieder….Klänge….auf, sodass die Gesamtheit der Klangeindrücke eine Welt aufspannen, die faszinierend exotisch klingt.

2) Maōh – Rattlesnake Fever

        Wo Primal Code eher zurück genommen agieren und mystische Klangwelten erzeugen, geht Maōh aus Guatemala auf der neuen Nightfall EP deutlich direkter und technoesquer zu Werk. Treibende Beats werden hier mit Percussionseinlagen kombiniert und bilden mit immer wieder eingeworfenen Stimmsamples eine hypnotisch repetitives Gesamtwerk, wie direkt aus einem Stammesritual, nur eben in modernem Elektrogewand. Hab ich so in der Form noch nicht gehört.

3) Possession – The Wild Hunt (Let Them Run)

        9 Jahre. So lang ist das erste und auch bisher letzte Album von Possession schon auf der Welt. Nun endlich haben die Belgier nachgelegt und das neue Werk, The Mother Of Darkness, rumpelt auf den ersten Eindruck genau so geil, heftig und bösartig vor sich hin wie Exorkizein. Ich muss mich jetzt zwar mit dem Album noch eindringlich beschäftigen, aber für einen grundlegenden Eindruck istThe Wild Hunt auf jeden Fall eine sehr gute Wahl.

4) Wolvennest – Famadihana

            Nachdem ich Wolvennest vor kurzem endlich mal live sehen konnte (und extrem begeistert war), habe ich mich dann mal mit deren aktuellem Werk Procession beschäftigt. Nicht nur, und das sollte niemanden überraschen, der die Band kennt, dass die Scheibe Zeit braucht, sie ist absolut großartig. Beim Hören stach mir da Famadihama raus. Der Song ist schön düster und super atmosphärisch. Die Art von Klangkunst, die einen, wenn man eh schon am Boden liegt, am Kragen packt, mit sich runter in den Abgrund zieht und trotzdem liebt man jeden Moment davon. Ein bisschen wie die Sirenen, nur dann zum Glück nicht so tödlich (und man braucht auch keinen Mast und kein Seil).

5) Misotheist – De Pinte

           Nicht nur Possession sind mit einem neuen Werk zurück, auch Misotheist lassen ihren neuen Black Metal Brocken De Pinte auf unsere Ohren los. Zwar sind jetzt 4 statt 3 Songs auf dem Album, aber die Band ist ihrer „Tradition“ eines ausladenden Abschlusssongs treu geblieben. De Pinte ist, wie auch Whitewashed Tombs und Acts of Flesh auf den beiden Vorgängern, ein sperriges Bollwerk allererster Güte. Fängt sehr schleppend an, artet dann in grandiose Raserei aus und bietet aber zugleich auch hypnotisch repetitive Passagen. Die über 21 Minuten Spielzeit braucht’s dann auch, damit all diese Elemente für sich allein und im Zusammenspiel zugleich wirken können. Wieder mal nur großartig!

/Barry

1) Exciter – Heavy Metal Maniac

            Die genauen Umstände sind mir nicht mehr bekannt, aber ich meine auf Exciter bin ich tatsächlich aufgrund der Verknüpfung zum Judas Priest Song mit dem gleichen Namen gekommen. Eine, wie ich finde, durchaus passende Verbindung. Exciter klingen nach schnellen, harten, dreckigen Priest gemixt mit NWOBHM. Immer noch ein geiles Album!

2) Exhumation – Perdition Spells

            Exhumation kommen aus Indonesien und machen Death Metal. Heiseres Gebell trifft rasende Riffs und vereint sich zu angeschwärztem, rasenden Death Metal. Venenum und Obliteration lassen grüßen. Die opulent in Szene gesetzten Intros für die A und B Seite machen Eleventh Formulae zu einer Bereicherung meines Plattenregals.

3) Exhumation – Chaos Feasting

            Master’s Personae ist der Nachfolger zu dem bereits zuvor vorgestellten Eleventh Formulae und bietet in erster Linie mehr von dem geilen Scheiß! Im direkten Vergleich finde ich Master’s Personae ein bisschen besser als den Vorgänger. Das sind dann aber wirklich nur Nuancen. Die dicksten Pluspunkte im Vergleich zum Vorgänger gibt’s tatsächlich für das Coverartwork. Hier gilt dann natürlich, wie auch zuvor: Nice to have!

4) The Exploding Eyes Orchestra – Crazy Heart

          The Exploding Eyes Orchestra sind zu großen Teilen Jess & the Ancient Ones und genau deshalb bei einem Svart Sale in meinem Warenkorb gelandet. Unter dem Banner vom EEO sollten die Songs veröffentlicht werden die bei JATAO noch auf der Halde lagen aber nicht ins Konzept passten. Weiß ich nicht, ob ich das so unterschreiben würde, ist aber letztlich auch egal. Das ist einfach großartige Musik. Eine betörende Sängerin die den Hörer durch ein fulminantes musikalisches Feuerwerk irgendwo im breiten Feld des Psychedelic Rock führt. Ich hatte nicht auf dem Schirm wie gut dieses Album ist!

5) Faceless Burial – From Bastion To The Pit

            Faceless Burial passen ganz hervorragend zu dem technischen Death Metal von Blood Incantation, Tomb Mold, StarGazer und Demilich. Gratis dazu gibt’s ein Dan Seagrave Cover! Handwerklich ist From the Foothills of Deliration ein gutes Album, hat mir persönlich bei diesem Hördurchgang aber auch keinen Anreiz gegeben, es kurzfristig nochmal aufzulegen.

/Kepheus

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