Wir haben so sehr Frühling, dass sogar der Sommer schon vorbei geschaut hat…und wir haben die Musik dazu.
1) Duran Duran – Careless Memories
Neulich habe ich mir Duran Durans 1984er Album Arena angehört. Die Platte ist vermutlich das Live Album, das am wenigsten nach Live Album klingt. Passenderweise war da auch die Erstveröffentlichung von DEM Duran Duran Songs drauf: The Wild Boys. Den für die Playlist zu nehmen, wäre aber zu einfach. Nicht unbedingt nur, weil ihn quasi „jeder“ kennt, sondern weil alle anderen Lieder auch richtig gut sind. 80er Pop Musik auf hohem Niveau. Hängen blieb bei mir auf jeden Fall der finale Song Careless Memories. Ein eher simpel gehaltenes, dafür aber sehr grooviges Stück mit einem richtig guten Ohrwurm-Hook.
2) Vomitory – For Gore And Country
Vomitory hab ich auch schon seit Jahren nicht mehr gehört, in Erinnerung sind sie mir aber als Band, die astreinen Schweder Death machen und da eine gute Prise Ami-Geballer mit reinbringen. Stimmt. Das neue Album klingt in dieser Hinsicht noch genau so wie vor 20 Jahren und das bockt einfach massiv. Passend dazu macht auch For Gore And Country keine Gefangenen und fährt zum Ausgleich einfach nur massiv drüber.
3) Concrete Winds – Nerve Butcher
Für alles gibt es irgendwo den richtigen Soundtrack. Wenn man sich am Ende eines anstrengenden Tages einfach nur die Birne durchpusten lassen möchte, aber merkt, dass einem Cannibal Corpse zu ruhig ist, dann sind Songs wie Nerve Butcher einfach die Lösung.
4) Pertubator – Future Club
Ich weiß beim besten Willen nicht mehr, wie Pertubator in meine musikalische Welt rein gerutscht ist. Vermutlich hat’s mir die große Videoplattform mit dem rot-weißen Logo vor die Füße geworfen. Wichtig war und ist aber auch nur, dass ich damit diese ganze Welle von Retro-Synthwave kennen lernen konnte. Musik aus den 80ern die es so nie gab. Und Future Club ist da auch irgendwie besonders geil…tief, düster, böse und dazu hab ich dann Bilder von Zeichentrickserien aus der Zeit im Kopf. Aber nicht He-Man – Auf gar keinen Fall He-Man. Brrrrr.
5) David Hasselhoff – True Survivor
Und wenn wir schon bei 80ern sind, die es so nie gab, darf der Soundtrack zu Kung Fury nicht fehlen. Ein großartig, abgedrehter und extrem sehenswerter Kurzfilm mit einem Song dazu, bei dem, ich mag’s kaum sagen, David „don’t hassel the Hoff“ einfach die perfekte Besetzung war. Absolut hörens- und sehenswert.
/Barry
1) We lost the Sea – The last dive of David Shaw
Eigentlich war ja gar nicht so viel Konzerte im letzten Monat. Und dann fällt mir ein ich war ja beim Dunk Festival letztes Wochenende. Wie jedes Jahr waren hier natürlich auch ein paar Perlen dabei, die ich niemandem vorenthalten möchte. Da wären etwa We lost the sea. Haus- und Hofband des Festivals und dieses Jahr mit ganzen zwei Headliner Sets am Start. Ein Set mit dem aktuellen Album und ein Set zum Departure Songs Album mit Orchester. Nach mittlerweile 9 Jahren beim Dunk Festival würde ich sagen, einem modernen Klassiker des Post Rocks. Wer es noch nicht kennt bitte hier einmal rein hören.
2) Overhead, the Albatross – Paul Lynch
Auch trotz und obwohl Overhead, the Albatross bereits im letzten Jahr beim Dunk waren, wurden sie direkt nochmal für dieses Jahr gebucht. Natürlich ist das Post Rock aber auch mehr als das. Elektro, Spoken Words, mal Party, mal introvertiert und am Ende darf man ruhig mal eine Träne vergießen.
3) The Evpatoria Report – Eighteen Robins Road
Ein weiteres Highlight waren dann auf dem Dunk noch The Evpatoria Report. Ich dachte ja es handelt sich um ein paar Newcomer, stattdessen haben beide Alben der Schweizer schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel. Großartige Band!
4) L. A. Witch – Icicle
Nachdem die letzten drei Bands mit ihren etwas ausuferndem Songwriting auf etwa 40 Minuten Spielzeit kommen, wird es nun etwas kompakter. Das DOGGOD Album von L. A. Witch läuft die letzten Wochen fast täglich bei mir und sollte noch mehr Gehör finden. Hier sind reichlich catchy Hits für den Sommer dabei.
5) Crown Lands – Blackstar
Und dann gibt’s da ja auch noch ein neues Crown Lands Album. Es ist natürlich wieder großartig und knüpft direkt an das letzte Album Fearless an. Das heißt Kopfkino mit Prog Rock im Geiste von Rush. Und höre ich da eine Prise Ghost?
/Kepheus