Und wieder schlagen wir Euch 10 Songs vor, die das letzte Aufbäumen des Sommers und den trotzdem unerbittlich heraufziehenden Herbst begleiten sollen.
1) (Dolch) – Burn
Ich hab hier schon mehrfach Wolvennest und E-L-R abgefeiert. Jetzt sprang mir die Frage in den Kopf, wieso ich dann bis heute (Dolch) vergessen habe. Die Band passt vom Sound und Feeling einfach extrem gut zu den beiden anderen und Burn vom Album Feuer ist darüber hinaus auch einfach ein sehr cooles Lied, dass mir, 8 Jahre nach dem Erscheinen, nach wie vor gut gefällt.
2) Morast – Augmentation Of Time
Augmentation Of Time ist wahrlich kein komplexer Song, zeigt aber sehr eindrücklich, dass man mit Köpfchen, Kreativität und Können verhältnismäßig simple Zutaten zu einem sehr dichten und musikalisch fesselnden Gemisch zusammen bringen kann. Einfach großartiger und atmosphärischer Death/Doom, den man eigentlich nicht laut genug hören kann.
3) Satyricon – Deep Calleth Upon Deep
So großartig Nemesis Divina ist, war mein Einstieg in die Musik von Satyricon mit Volcano und Rebel Extravaganza schon, von dem Umschwung hin zu dem was dann später „Black ‘n‘ Roll“ heißen sollte, geprägt. Deep Calleth Upon Deep ist ein Paradebeispiel für die konsequente Weiterentwicklung in diese Richtung. Höre ich immer wieder gerne.
4) Asmodeus – On The Inflammatory March
Ich weiß noch, wie ich vor 20 Jahren vor meiner Anlage saß, diesen Song das erste Mal gehört habe und einfach umgehauen war. Man findet hier keine große Finessen oder verspielte Strukturen. Es gibt bloß knapp über 4 Minuten so dermaßen auf die Fresse, wie ich es vorher in der Art nur von der Attera Totus Sanctus von Dark Funeral kannte.
5) Behemoth – O Father O Satan O Sun!
O Father O Satan O Sun! gehört für mich mit zu dem Besten was Behemoth jemals geschrieben haben. Die Komposition ist spannend, abwechslungsreich und zieht mich auch nach dem, gefühlt, 100sten Mal hören immer noch in seinen Bann. Es ist ein großartiger Abschluss eines absolut genialen Albums, mit dem Nebeneffekt, dass alles was Behemoth danach veröffentlicht haben zwar nicht schlecht, aber einfach belanglos klingt.
/Barry
1) Degraved – Vacuous State
Für mich stand Anfang September das sehnsüchtig erwartete Killtown Deathfest in Kopenhagen an. Das steht schon seit ein paar Jahren auf meiner Wunschliste an Festivals und für dieses Jahr habe ich dann auch ein paar Freunde gefunden, die mich begleitet haben. Und es hat auch gelohnt. Vier Tage, 37 Bands, nur handverlesener old school Death Metal. Deswegen gibt’s im folgenden auch nur aufs Fressbrett.
Den Anfang machen Degraved. Hatte ich gar nicht so auf dem Schirm haben mich live aber im besten Sinne an Blood Incantation zu Zeiten des ersten und zweiten Albums erinnert. Live sehr überzeugend!
2) Larvae – Arousal of The Crawling Creature
Larvae dagegen standen ganz oben auf meiner Liste. Mit Frontfrau Lucille Sericata haben Larvae eine starke, abwechslungsreiche Sängerin die alle Aspekte des Wahnsinns abdeckt. Larvae klingen ein wenig als hätten Autopsy einen Soundtrack für einen Giallo oder Slasher Streifen geschrieben. Live zählen Larvae leider zu den Bands die ich dann doch nicht gesehen hab. Immerhin hat es die Vinyl der letzten EP in meine Sammlung geschafft. Kann ich nur empfehlen!
3) Savage – Nightmares
Savage standen wie Larvae auch vorab ganz oben auf meiner Liste. Ich bin ja kein Experte, aber Savage klingen für mich ganz hart nach D-Beat, Crust und Schwedentod. Live wurde dann auch noch abgeliefert, was will man mehr? Die auf 25 Stück limitierte mit Killtown Deathfest Logo verzierte Vinyl der ersten EP. Perfekt!
4) Cryptworm – Maimed and Gutted
Cryptworm waren eine der ganz wenigen Bands im Billing, die ich bereits live gesehen hab. Vor 1-2 Jahren im AZ Mühlheim zusammen mit Slimelord. Fand ich damals geil aber auf Dauer auch eintönig. Konnte aber auch am fehlenden Bass gelegen haben. Beim Killtown Deathfest sieht das ganze dann schon besser aus, der Bassist ist dieses Mal auch am Start. Das war wohl auch das fehlende Puzzleteil denn jetzt machen Cryptworm einfach nur tierisch Bock auf Death Metal Party, ballert und groovt!
5) Mutation – Necromantical Holocaust
Mutation hat mich vorab angefixt da hier scheinbar auch (ehemalige?) Mitglieder von Antichrist aus Schweden am Start sind. Zumindest vom Sound her klingt es als hätten Antichrist Konzept vom entfesselten Thrash auf den Death Metal übertragen. Was vorab bereits vielversprechend war, ist dann zu meinem Konzerthighlight des Festivals geworden. Ich weine immer noch, dass ich nicht die Chance genutzt habe und das Demo Tape mitgenommen habe. Immerhin ist das Debüt, welches Anfang Oktober erscheint, bereits vorbestellt..
/Kepheus