Transcendental Noise – August 2026

Der August kam, sah und war dann auch nur halb so wild. Statt dem befürchteten Hitzetod bleibt vom Party San dann doch Vinyl. Barry und ich hatten auf alle Fälle unseren Spaß. Und ihr hoffentlich auch mit der Post Party San Playlist:

1) Wormed – E-XYSTEM://CE

            Wenn das Herz nach technischem Death Metal verlangt, dazu dann aber noch die Forderung hat, dass es „mal etwas anders sein soll“, ist Wormed seit jeher eine sichere Bank. Die Metaportal EP ist da absolut keine Ausnahme und gleichwohl großartig und empfehlenswert. Der Schlussakt dieser Kurzscheibe driftet auch immer wieder in, verhältnismäßig, zurückhaltende und fast schon atmosphärische Bereiche ab. Sticht auf jeden Fall etwas aus dem sonstigen Portfolio raus.

2)  Fyrnask – Hliðvera

            Wie auch schon bei den Vorgängerscheiben kann das neue Album von Fyrnask (Íosir) sehr leicht und mit absoluter Sicherheit in die Schublade „Gesamtkunstwerk“ gesteckt werden. Das bedeutet dann aber auch, dass die Alben am besten als Ganzes aus den Boxen, durch die Ohren und schlussendlich ins Hirn gehen sollten. Die Eröffnung von Íosir, Hliðvera, setzt aber schon ein wirkliches Zeichen für die Qualität dessen was danach folgt. Am besten aufmerksam hören und am Ende einfach das Album weiterlaufen lassen.

3) Kampfar – Urkraft

            „Ich wusste gar nicht, dass Kampfar so ballern können“ ist, finde ich, eine sehr schöne Beschreibung von Urkraft. Ja, der Song zieht die Geschwindigkeit teilweise schon arg hoch, ist aber dennoch unverkennbar ein Kind der Herren von Kampfar. Wem dazu jetzt nichts einfällt: Reinhören, Durchhören, Freuen.

4) Sodom – Among the weirdcong

            Thrash ist für ich Sommermucke. Ganz stumpf. Passenderweise habe ich Sodom in den letzten beiden Jahren dann halt auch im Sommer empfohlen. Und da es ab drei Mal eine Tradittion ist, gibts dieses Jahr wieder einen sehr eingängiges und grandioses Stück. Einfach die perfekte Mucke für warme Tage und offene Autofenster.   

5) Immortal – Unearthly Kingdom

            Zum Abschluss nochmal einen Brecher. Kein bisschen Sommer, dafür ewiges Eis mit einer extra dicken Lage Schnee oben drauf. In diesen Klimaregionen waren Immortal immer schon äußerst kompetente Reiseführer. Unearthly Kingdoms ist nach wie vor keine Ausnahme von dieser Regel.

/Barry

1) Saint Vitus – Dark World

            Party San ist vorbei und wieder mal habe ich die Gelegenheit genutzt meine Sammlung um ein wenig Vinyl zu erweitern. Los geht’s mit der Die Healing von Saint Vitus. Als Doom Metal Connaisseur muss man natürlich Saint Vitus auch in der Sammlung vertreten haben. Die Die Healing macht nun den Anfang, ich hoffe doch mal mindestens die Born too late folgt auch noch.

2) Mortician – Bloodcraving

            Über Mortician bin ich irgendwann im Rahmen meiner Recherche zu den Klassikern der Death Metal Geschichte gestolpert. Hacked up for Barbecue ist ein wunderbar stumpfes, mit vielen vielen Samples aus Horrorfilmen gesprenkeltes, nah am Grind gebautes Meisterwerk. Schön, dieses nun auch im Plattenregal zu haben.

3) Dissection – Maha Kali

            Dieses Jahr zum ersten Mal soweit ich weiß mit einem eigenen Stand beim Party San vertreten waren Darkness Shall Rise Productions. DSR haben ja bereits seit über 10 Jahren eine Vielzahl von Diskografien auf Kassette neu aufgelegt (z.B. Dissection, Reverend Bizarre, Katharsis, etc.), sind aber nun seit einiger Zeit auch ins Vinyl Game eingestiegen. So gabs dann an diesem Stand vor Release bereits die Neuauflage des letzten Dissection Albums käuflich zu erwerben. Da kann man doch nicht dran vorbei gehen! Grad bei einer so liebevoll und wertigen Neuauflage

4) Nifelheim – Possessed by Evil

            Und ja.. auch die Nifelheim Diskografie ist fast vollständig nochmal von DSR neu aufgelegt worden. Der ideale Zeitpunkt also auch das erste Nifelheim Album einmal käuflich zu erwerben. Unbarmherzig fieser Black Thrash der alten Schule, die könnte der Barry ja auch mal im Sommer mit offenem Fenster hören!

5) Lunar Aurora – Sterna

            Leider gab es auch viele Titel, die ich dann leider doch noch nicht mitnehmen konnte von DSR, weil irgendwann wird dann ja auch mal das Geld knapp. Dazu zählen etwa die Abigor und Lunar Aurora Re-Releases. Hier kann ich auch allen nur ans Herz legen: unbedingt reinhören! Insbesondere das Hoagascht Album von Lunar Aurora. Es ist einfach vorzüglich gealtert.

/Kepheus

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