Transcendental Noise – Juli 2026

Ich gebe es zu: Ich hatte Angst vor dem Juli. Was wenn es so heiß wird, dass Fleisch nun doch anfängt zu schmelzen? Kam dann zum Glück anders. Nun ist es aber kurz vor Party.San und spätestens da werden dann Death Metal Dreams wohl doch noch wahr, auf die eine oder andere Weise. Auf die folgenden Bands ist unsere Vorfreude auf alle Fälle am größten:

1) Morbus Dei – Decadence and Perversion

            Ich hab dann mal spezifischer nach Bands geschaut, die ich (noch) nicht kenne. Das kann für das Festival definitiv nur hilfreich sein. So bin ich dann auf Morbus Dei gestoßen, die den Donnerstag im Zelt eröffnen werden. Mir schallte dann Black Metal entgegen, der Groove hat, schön ballert und aus der Dose schon Bock macht. Die werd ich mir auf jeden Fall reinfahren und wer nicht nach Schlotheim pilgert, sollte trotzdem mal ein Ohr riskieren.

2)  Tulus – Fandens Kall

            Von der ersten Zeltband zur letzten. Tulus machen dieses Jahr die Lichter aus. Was Fulci im letzten Jahr mit sehr geilem Death/Grind gemacht haben, übernimmt jetzt sehr old-schooliger und entsprechend düsterer Black Metal aus Norwegen. Da wird mir jetzt schon richtig kalt um’s Herz. Die Herren könnten, zusammen mit Baxaxaxa, ein Highlight dafür werden, wie Black Metal früher gemacht wurde…alt genug sind beide Formationen auf jeden Fall.

3) Endonomos – Inversion

            Die Kombination aus der Stilbeschreibung „Death-Doom“ und den Einflüssen Ahab und Konvent hatten instant meine volle Aufmerksamkeit. Und es zeigte sich: Mit Recht. Passende Adjektive aus der Metalbeschreibungsmottenkiste wären hier schleppend, erhaben und auch massiv. Bin gespannt, ob das Live mit der Aufnahme mithalten kann.

4) Rats of Gomorrah  – Face No Consequence

            Weg von Doom und Schwärze hin zum Tot. Wenn beim Genre einfach nur „Death Metal“ steht, bin ich schon interessiert, habe aber auch eine gewisse Erwartungshaltung. Falls die Schnittmenge dann nicht irgendwo zwischen „Ballert“, „Rumpelt“ und „Auf die Fresse“ liegt, bin ich erstmal raus. Ist hier nicht der Fall. Das Duo aus Kiel hat mich im ersten Hören gekriegt.            

5) Nail by Nail – Above The Black Tower

            Zum Abschluss wird’s nochmal düster. Aber mit Melodie! Wo Tulus die alte Schule vertreten, ist hier definitiv die moderne Variante der düster-schwarzen Klangkunst am Werk. Die Band schafft’s sehr gut eine in den Bann ziehende Atmosphäre aufzubauen und die dann auch interessant zu halten. Bin auf jeden Fall Freitag Mittag am Start!

/Barry

1) Sadistic Intent – Ancient Black Earth

            Heute in einer Woche um diese Zeit ist das Wohnmobil hoffentlich geparkt und die ersten von vielen Kaltgetränken geöffnet. Es ist wieder Zeit fürs Party.San. Bandtechnisch hätte ich mir für das Jubiläum etwas mehr erhofft, aber die ein oder andere Perle steht dann ja doch im Billing.

Zum Beispiel Sadistic Intent. Die Underground Death Metal Legenden aus den USA, die auch nach weit über 30 Jahren Bandgeschichte noch immer auf ihr Debüt warten lassen. Andererseits ballert das wenige Material auch vom feinsten. Steht auf alle Fälle ganz oben auf der Wunschliste!

2) Sear Bliss – Ballad of the shipwrecked

             Sear Bliss habe ich mit dem 2012er Eternal Recurrence Album entdeckt. Symphonischer Black Metal der angenehm aus dem Rahmen fällt und wie in diesem Song auch einfach mal Bläser in den Sound integriert. Zwar habe ich die Band seit dem Eternal Recurrence Album nicht mehr groß weiter verfolgt, allerdings hat das einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Könnte ja eine Überraschung werden!

3) Fleshcrawl – Festering Flesh

            Fleshcrawl konnte ich bereits letztes Frühjahr live beim Braincrusher begutachten. War sehr geil. Vor allem in Anbetracht dessen, dass Fleshcrawl lange Zeit für mich nur die Band war bei der die Songtitel entweder Flesh oder Crawl beinhalten mussten. Richtige Wuchtbrumme war das live. Ich hoffe auf den Fulci-Effekt wie 2025 als diese als letzte Band im Zelt das Party.San komplett in Schutt und Asche gelegt haben.

4) Hexvessel – Drugged up on the Universe

            Zu Hexvessel habe ja eh eine ganz besondere Beziehung und umso mehr freue ich mich die Band mal wieder live zu sehen. Ich vermute mal der Fokus wird wohl auf den letzten beiden, deutlich Black Metal lastigeren, Alben liegen, aber vielleicht gibt es ja auch ein paar frühere nicht ganz so düstere Highlights. Grad als Kontrastprogramm fände ich das nur angemessen.

5) Baxaxaxa – Catatomb Cult

            Zu sagen Baxaxaxa wären aktuell eine der spannendsten Black Metal Bands wäre wohl ein Missverständnis. Bei Baxaxaxa gibt’s aber auch nix aktuelles im Sound. Grad deswegen auch eine großartige Band, die völlig zu Recht regelmäßig den Weg in Barrys Part der Playlist findet. Für mich gibt’s Baxaxaxa dann auch endlich mal live! Hab ich Bock drauf!

/Kepheus

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